Was ist die FaMed-Prüfung?
Ein umfassender Leitfaden zum FaMed-Prüfungsformat, Stationen und Ablauf für internationale Ärzte in Deutschland
FaMed Prüfungsbeispiele
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Das Grundkonzept der FaMed-Prüfung:
Die FaMed-Prüfung ist eine praktische Sprachprüfung speziell für ärztliche Fachkommunikation. Sie testet, wie gut du medizinische Gespräche führen, Fachterminologie verwenden und dich professionell mit Patienten und Kollegen verständigen kannst.
Die Prüfung besteht aus 3 verschiedenen Stationen mit je 22 Minuten – jede testet andere wichtige kommunikative Fähigkeiten, die du im klinischen Alltag brauchst.
Das wird in der FaMed-Prüfung NICHT getestet:
Es geht nicht um Dein medizinisches Fachwissen oder theoretisches Wissen – das wird vorausgesetzt. Die FaMed prüft rein die praktische Anwendung deiner Fähigkeiten in realistischen ärztlichen Situationen.
So läuft die Prüfung zeitlich ab:
- Station 1 (22 Min): Arzt-Patienten-Gespräch – Du führst ein Gespräch mit einem Schauspielpatienten
- Station 2 (22 Min): Arzt-Arzt-Gespräch – Du stellst einen Fall einem Kollegen vor
- Station 3 (22 Min): Dokumentation – Du schreibst einen Arztbrief
- Gesamtdauer: etwa 1 Stunde insgesamt (plus Wartezeiten zwischen den Stationen)
Arzt-Patienten-Kommunikation: Das Anamnesegespräch
Die erste Hürde: Du sitzt einem Schauspielpatienten gegenüber und führst ein authentisches Anamnesegespräch auf Deutsch. Das ist deine Chance, zu zeigen, dass du nicht nur Deutsch sprichst, sondern echte Verständigung mit Patienten aufbauen kannst.
- Effektive Anamnese: Fragen stellen, die wirklich relevant sind
- Einfühlsamkeit zeigen: Der Patient soll sich verstanden fühlen, nicht abgefragt
Der Trick: Fachbegriffe verwenden, aber wenn nötig, in einfacher Sprache erklären – das ist echte ärztliche Kommunikation.
Arzt-Arzt-Kommunikation: Die Fallübergabe
Jetzt wird es fachlich: Du präsentierst den Fall vor einem Arzt-Kollegen. Hier geht es um präzise medizinische Sprache, klinisches Denken und die Fähigkeit, schnell auf Fragen zu reagieren. Das ist der professionelle Austausch zwischen Gleichgestellten.
- Strukturiert und präzise: Symptome, Befunde, Diagnosen in logischer Reihenfolge
- Fachsprachlich sicher: Medizinische Terminologie souverän einsetzen
- Diskussionssicher: Auf Einwände reagieren und Lösungsvorschläge machen
Der Fokus: Nicht nur Fachwissen demonstrieren, sondern echten Austausch mit Kollegen führen können.
Medizinische Dokumentation: Der Arztbrief
Die dritte Station ist oft die unterschätzte Hürde: Du schreibst einen vollständigen, klinisch korrekten Arztbrief. Das ist die Realität in deutschen Kliniken – gute Dokumentation ist nicht optional, sie ist essentiell.
Diese Fähigkeiten werden bewertet:
- Struktur & Klarheit: Anamnese, Befunde, Diagnose – alles hat seinen Platz
- Fachsprachlich präzise: Die richtige medizinische Terminologie am richtigen Ort
- Logische Darstellung: Ein Arzt, der deinen Brief liest, versteht sofort die Situation
- Differentialdiagnosen & Plan: Nicht nur diagnostizieren, sondern auch therapeutisch denken
- Fehlerfreies Deutsch: Rechtschreibung und Grammatik in medizinischen Texten
- Regelkonformität: Einhaltung von Dokumentationsstandards
Der Realitäts-Check: In deutschen Kliniken verbringst du viel Zeit mit Dokumentation. Diese Station prüft, ob du das kannst – und ob deutsche Kollegen später gerne mit deinen Briefen arbeiten.


